Germans & Jews – Geschichte als Erinnerungen eines Volkes

Dokumentarfilm
Vereinigte Staaten 2016 / Dokumentarfilm / 76 Minuten / Regie: Janina Quint, Englisch mit deutschen Untertiteln

In Berlin lebt heute die am schnellsten wachsende jüdische Bevölkerung in Europa. Deutschland gilt als eine der demokratischsten Gesellschaften der Welt und hat durch die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge die moralische Führung Europas übernommen. Diese Entwicklungen hätte sich im Jahr 1945 noch niemand vorstellen können. Anhand persönlicher Geschichten erkundet „Germans & Jews – Eine neue Perspektive“ die Transformation eines Landes vom Stillschweigen über den Holocaust bis hin zur direkten Konfrontation mit diesem Thema.

Der Film beginnt im heutigen Deutschland: Juden der zweiten Generation und nicht-jüdische Deutsche essen gemeinsam zu Abend. Ein Treffen, bei dem sie über ihre hochsensible Beziehung diskutieren. „Germans & Jews“ begibt sich schließlich in die Nachkriegsjahre und untersucht die Transformation, die in der deutschen Gesellschaft stattgefunden hat. Vom Opfer zum Täter bis hin zum Verteidiger von Menschenrechten und Demokratie, haben die Deutschen große Anstrengungen unternommen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und daraus zu lernen. Welches andere Land erinnert sich schon selbst mit Mahnmalen an seine Verbrechen? Außerhalb Deutschlands beschäftigt man sich weniger mit dieser Geschichte. Wir hören von Juden, die in Deutschland leben, und von jenen, die kurz nach dem Krieg kamen. Von anderen, die in Deutschland geboren wurden und aufgewachsen sind, und von denen, die aus Russland und Israel immigriert sind. Heute leben schätzungsweise rund 250.000 Juden in Deutschland. Sie sind zum Seismographen der Gesellschaft geworden.

Deutsche Schuld, Holocaust-Erschöpfung und Antisemitismus sind Themen, mit denen sich sowohl die Juden als auch die Nicht-Juden im Film befassen. Eine sehr nuancierte und komplexe Geschichte der Versöhnung entsteht. Was als privates Gespräch zwischen den zwei Freundinnen Tal Recanati (jüdische Amerikanerin) und Janina Quint (nicht-jüdische Deutsche) beginnt, wird zu einem kulturellen Austausch. Tal und Janina entdecken, dass Deutsche und Juden untrennbar miteinander verbunden sind, während sie weiterhin versuchen, eine gemeinsame Basis für ihre Beziehung zu finden. Ihre Entdeckungsreise gewährt Einblick in eine unerzählte Geschichte. Sie ist gleichzeitig unbequem und provokant, unerwartet und aufschlussreich.

Spielzeit:

Do, 23.04. – 19.00 Uhr

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