Gäste

Filmschaffende und ExpertInnen zu Gast bei den 2. Jüdischen Filmtagen Fürth.

Auch 2020 werden wir Filmschaffende sowie Expertinnen und Experten als Gäste bei den 4. Jüdischen Filmtagen begrüßen.

Sa, 25.04, 18:00 Uhr
Dokumentarfilm AUSCHWITZ – OSWIECIM  –  Regisseur Horst Herz ist anwesend

Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben. Und dann – was tun mit den Resten der Gaskammern und Krematorien, der Folterstätten und Mordinstrumente an den authentischen Plätzen des historischen Geschehens? Welche Formen der Erinnerung und des Gedenkens sprechen die vielen jungen Besucher aus aller Welt – Menschen, für die die Ereignisse unendlich weit weg erscheinen – noch an? Während eines Besuches bei den Resten der ehemaligen Vernichtungslager und Todesfabriken der Nazis in Auschwitz (Oswiecim) am Rande des polnischen Kohle- und Stahlgebiets zwischen Kattowitz und Krakau, versuchte Horst Herz mit der Kamera dem realen Ort der historischen Ereignisse und dem, was man dort heute sieht und erlebt, anzunähern.

 

 

So, 26. 04, 11:00 Uhr
Dokumentarfilm REFUGEE LULLABY – Protagonist Hans Breuer ist anwesend

Hans Breuer ist eine außergewöhnliche Figur: Er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner den letzten Wanderhirten Österreichs, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um Geflüchtete zu unterstützen. Refugee Lullaby ist ein Film über ein ungewöhnliches Lebenskonzept, berührende Begegnungen und hingebungsvolle Solidarität.

 

So, 26. 04, 15:30 Uhr
Spielfilm FRAU STERN  – Regisseur Anatol Schuster ist anwesend

 

Anatol Schuster wurde 1985 in Darmstadt geboren. Er hat Literatur und Philosophie in Regensburg und Avignon studiert. Während seines Regie-Studiums an der HFF München hat er mehrere experimentelle Kurzfilme realisiert und bei Edgar Reitz als Regieassistent gearbeitet. Sein Kurzfilm EIN IDEALER ORT erhielt auf der Berlinale 2015 in der Sektio Perspektive Deutsches Kino den Preis „Dialogue en perspective“. Sein Abschlussfilm und Spielfilmdebut LUFT wurde mehrfach ausgezeichnet. 2017 erhielt er das Wim Wenders Stipendium für seinen geplanten zweiten Kinofilm STILLE. Doch zunächst entsteht 2018 die Tragikomödie FRAU STERN. Das Portrait der 90-jährigen Jüdin feierte Premerie beim Filmfestival Max Opüls Preis und wurde beim Filmfestival achtung berlin – new berlin film award als Bester Spielfilm, mit dem Preis der VdFK-Jury sowie mit einem Preis für die beiden Hauptdarstellerinnen ausgezeichnet.